freiraumplanerischer, künstlerischer Realisierungswettbewerb, mit LML Levin Monsigny, Landschaftsarchitekten, Nikolai Levin, Axel Hermening, Katja Erke, Berlin

Die Form der geplanten Skateanlage ist ein Rechteck aus glattem, schwarzen Asphalt, der in streng geometrischem Wechsel mit weißer Kaltplastik belegt wird: Die Fläche ist längs in der Mitte geteilt. Durch zusätzliche Farbwechsel an den Enden der Fläche werden zwei Kopfbereiche definiert, die aus je zwei schwarzen und zwei weißen Rechtecken bestehen. Vier große Betonkörper für differenzierte Skatebereiche sind entlang des Rückgrats der Mittelachse eingelassen, die in den Proportionen mit den schwarzweißen Flächen der Enden übereinstimmen. Die Größenverhältnisse reichen von den großzügigen ebenen Flächen und Strecken des Asphalts über die Ausformulierung der Betonkörper in Ausdehnung, Höhen und Formensprache bis zu den feinen Metallinien, die die Betonkanten nachzeichnen und schützen. Die Materialien Asphalt, Kaltplastik und
Beton nehmen Bezug auf den urbanen Ursprung des Skatens. Durch den Einsatz von schwarz-weiß werden unterschiedliche Assoziationen geweckt, die auch auf das Skaten und die neue Anlage in Dresden zutreffen. Der starke Kontrast wird in sehr verschiedenen Umfeldern wegen seiner klaren Signalwirkung und der Durchsetzungsfähigkeit gegenüber vielfarbigen und reich strukturierten Flächen eingesetzt. Im Sport sind Geräte wie Hochsprunglatten oder Fußbälle auch vor dem Hintergrund einer voll besetzten Arena sichtbar. Weiße Markierungen auf Rollbahnen sichern den zielgenauen An- und Abflug von Flugzeugen. Vermesser nutzen schwarz-weiße Latten zur exakten Peilung in der Landschaft. Aufgrund seiner visuellen Stärke findet man schwarz-weiß auch an neuralgischen Punkten barocker Schlösser und Gärten, wo klare Markierungen sich gegen die üppige Formenvielfalt des Barock durchzusetzen hatten.
LML Levin Monsigny / Balthaus